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17.07.2018

Die asp gedenkt Peter Schwenkmezger

von: Barbara Halberschmidt, in Kategorie: asp Nachrichten

Die asp gedenkt Peter Schwenkmezger

Die asp trauert um ihr langjähriges und hochangesehenes Mitglied Prof. Dr. Peter Schwenkmezger, der am 12. Juli 2018 im Alter von 71 Jahren in Trier verstorben ist.

Nach Stationen in seiner wissenschaftlichen Karriere in Tübingen, Bochum (dort bei Prof. Jan-Peters Janssen in der Sportpsychologie) und Wuppertal, wo er 1982 die Venia legendi für Psychologie erhielt, erfolgte 1984 die Berufung auf eine Professur für Klinische Psychologie an der Trierer Universität. An der Universität hat er sich weit über seine Forschungen und Lehrtätigkeiten in der Diagnostik, Differentiellen und Gesundheitspsychologie in ganz erheblicher und herausragender Weise in der Selbstverwaltung engagiert. Schliesslich übte er von 2000-2012 das Amt des Präsidenten der Universität Trier aus.

Peter Schwenkmezger hat erhebliche Bedeutung und Verdienste für die Entwicklung der Sportpsychologie und für die asp im Besonderen. Dies betrifft nicht nur seine sehr beachteten Forschungsarbeiten zu Angst und Ängstlichkeit im Sport, sondern auch sein erhebliches wissenschaftspolitisches Engagement für die Sportpsychologie und die asp im Besonderen. Von 1983-1993 war Peter Schwenkmezger Mitglied im asp-Vorstand als Beisitzer in insgesamt 5 Vorständen. In diese Zeit fielen z.B. die Verhandlungen mit den Kolleginnen und Kollegen im Zuge der Wiedervereinigung oder auch für die asp und Sportpsychologie zukunftsweisende Projekte wie die erstmalige Entwicklung des asp-Curriculums im Leistungssport. Untrennbar verbunden wird mit Peter Schwenkmezger und seinem Namen aber die Gründung des asp-Flagschiffs sein, der ersten Zeitschrift für Sportpsychologie, die 1987 im Philippka-Verlag unter dem Namen „sportpsychologie“ erschien. Er hat den Prozess der Gründung damals erheblich vorangetrieben und war dann auch folgerichtig erster geschäftsführender Herausgeber (damals Schriftleiter) der Zeitschrift.

Ich durfte Peter Schwenkmezger einige Jahre später als geschäftsführender Herausgeber der Zeitschrift (sie hiess nun „psychologie und sport", herausgegeben im Hofmann-Verlag) nachfolgen. Ich schrieb damals in meinem Editorial im Jahre 2001 zu Beginn meiner Tätigkeit:

„Allerdings würde es die psychologie und sport heute wohl nicht geben, wenn sich nicht Peter Schwenkmezger, Wolfgang Schlicht und einige andere asp-Mitglieder in einer engagierten Redaktion zusammengefunden hätten .... Die große Kompetenz und das hohe Ansehen von Peter Schwenkmezger als erstem und Wolfgang Schlicht als ihm fol­genden Geschäftsführenden Herausgeber waren es letztlich, dass sich eine deutschsprachige sportpsychologische Zeitschrift etablieren konnte...“

Ich empfand es damals und heute noch als große Ehre Peter Schwenkmezger in dieser wichtigen Funktion nachzufolgen und möchte auch gerne, sehr persönlich, hinzufügen, dass Peter Schwenkmezger ganz sicher zu den Kolleginnen und Kollegen gehört, die mich nicht nur sehr motiviert haben, sondern auch in sehr vielfältiger Hinsicht am Beginn meiner damaligen wissenschaftlichen Karriere sehr persönlich und direkt unterstützt haben, in der Sportpsychologie zu bleiben und die Sportpsychologie als spannendes und hochinnovatives Feld zu entdecken.

Die asp, die Sportpsychologie und viele Menschen haben Peter Schwenkmezger viel zu verdanken.
Wir trauern um ihn.

Bernd Strauss
Präsident der asp


 


 



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